Sie sind hier:

Aktuelles > Aktuelles

Stilles Gedenken an die Novemberpogrome

Der Kempener Geschichts- und Museumsverein gestaltete am Abend des 9. November zum 15. Mal die Gedenkstunde am Mahnmal für die ehemaligen Kempener Synagoge und ca. 250 Kempener unterstrichen durch ihre Anwesenheit die Wichtigkeit des Gedenkens. Vor 80 Jahren, am 10. November 2018, war die Synagoge von Kempener SA-Leuten in Brand gesteckt wurde, nachdem sie den jüdischen Mitbürgern Gewalt angetan und ihre Häuser und Wohnungen demoliert hatten.

Die Vorsitzende des Vereins Dr. Ina Germes-Dohmen fand zur Einführung mahnende Worte, denn auch 80 Jahre nach den Novemberpogromen gebe es in unserem Land noch immer fremdenfeindliche, rechtsextreme, rassistisch motivierte Angriffe auf Menschen. „Gewalt gegen Menschen und ihr Eigentum, Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Abstammung, ihrer Religion, ihrer Ethnie, haben in unserm Land, in unserer Stadt nichts zu suchen,“ erklärte Germes-Dohmen.

Auch die Rednerin Ulla Gessner, früher Lehrerin an einem Krefelder Gymnasium, die vor Jahren „der Liebe wegen“ nach Israel auswanderte, erinnerte an die Zeit des Nationalsozialismus. „In Deutschland wurde damals die Tür zum Hass geöffnet. Der Hass durfte wachsen.“  Das können immer wieder geschehen. Doch sie berichtete auch von den Erlebnissen in Israel, davon, wie Menschen ihr ihre eigenen Geschichten erzählten und wiederum ihre Geschichte erfahren wollten. Ihre Geschichte, die eine belastete ist, da ihr Vater nicht nur Waffenproduzent war, sondern sogar Gasbehälter für Auschwitz produziert hatte. Aber ihre neuen Freudinnen in Israel trugen ihr das nicht nach. Ihr eigenes Gefühl, dass der Vater seine Schuld auf sie abgeschoben habe, wurde von ihren Freundinnen nicht bestätigt. "Du kannst nichts für Deinen Vater. Du hast keine Schuld." Weil die Freundin ihren Schmerz mitfühlte, habe sie vor Erleichterung weinen müssen. Was es für eine Kraft kostet, weiter zu leben nach all den erniedrigenden Erfahrungen und Schmerzen, das habe sie erst in Israel erfahren. Die Erinnerung an diese Zeit des Holocauts könne und solle uns stärken, um zu handeln, um hinzusehen, um nachzudenken und Fragen zu stellen. Die Erinnerung können helfen, aufeinander zuzugehen und den anderen Menschen kennenzulernen und seine Ängsten, Freuden und Niederlagen. Nur so könne man widerstandsfähig werden gegen das Böse , gegen Fanatismus und Hass.

Bei den Saxophonklängen von Lucas Brux blieben die Menschen noch lange still stehen. Die verzeihenden und so tröstlichen Worte der israelischen Freundinnen an die Rednerin klangen wohl in vielen noch nach.

Gelungene Drei-Tagesfahrt nach Speyer

 

Die Mehrtagesfahrt nach Mainz, Speyer und Worms war ein voller Erfolg. 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten sehr gute, interessante Führungen in allen drei Domen, sahen bei der Stadtführung, welche hübsche Ecken es in Speyer sonst noch zu entdecken gibt und wandelten auf den Spuren jüdischen Lebens Speyers bis zur heutigen schönen, modernen Synagoge.Und einige ganz Sportliche erstiegen auch den Turm  des Speyerer Doms und den Stadturm Alt-Pörtel. Am letzten Tag in Worms war auch noch Gelegenheit, den ältesten jüdischen Fredhof "Heiliger Sand" zu besichtigen. Ein strammes Programm also, aber es lohnte sich.

Und es gab auch Gelegenheit zum Ausruhen bei Pausen zwischen den Führungen in diversen Biergärten oder Straßencafés.

Den ersten Abend verbrachte die Gruppe gemeinsam im Innenhof des "Ratskeller" bei einem sehr guten Essen und lauen Temperaturen, am zweiten Abend konnte jeder nach gusto eines der vielen schönen restaurants aufsuchen, die auch gemeinsam das Angebot der "Kaisertafel" in der gesamten Hauptstadt anboten.

Dass es ihnen gefallen hat, zeigten einige auch damit, dass sie sich direkt für die Mehrtagesfahrt im kommenden Jahr (19.-21.juli 2019) nach Fulda vormerken liessen. Das war ein indirektes Lob für die Organisation der Speyer-Fahrt. 

 




Abfahrt der Busse bei den Exkursionen

In der Stadt Kempen finden umfangreiche Bauarbeiten statt. Hierdurch kommt es zu erheblichen Behinderungen des Straßenverkehrs. Aus diesem Grunde wurde die Abfahrtstelle unserer Busfahrten verlegt. Ab sofort beginnen und enden unsere Fahrten auf dem Bahnhofsvorplatz!

Mitgliedsbeitrag

Auf der Jahreshauptversammlung am 26. November 2011 wurde durch die anwesenden Mitglieder eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages beschlossen. Der Jahresbeitrag für die Einzelperson beträgt derzeit 18,- € und die Familienmitgliedschaft 27,- €!

Vorstand und Kontaktadressen

Informationen über den Vorstand und entsprechende Kontaktadressen finden Sie unter Vorstand.